Abgabenordnung

Die „Mutter“ der Steuergesetze!

In der Abgabenordnung, die ein eigenes Steuergesetz darstellt, werden sämtliche allgemeinen Grundsätze für das Erheben der öffentlichen Abgaben geregelt.

In der Abgabenordnung findet sich neben der Definition des Begriffs des „Verwaltungsaktes“, der die Grundlage für Abgabenrechtliche Regelungen darstellt beispielsweise folgende wichtige Regelungen, die nicht abschließend sind:

  •  Zuständigkeiten der Finanzämter
  • Definition der steuerlichen Aufzeichnungspflichten
  • Regelungen zum außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren
  • Anordnung anderer Abgaben
  • Regelungen zur Festlegung zum Erlass von Steuern und Abgaben
  • Regelungen zur Stundung von Steuern und Abgaben
  • Regelungen zur Verjährung von Steuern und Abgaben
  • Formvorschriften
  • Änderungsvorschriften für Steuerbescheide
  • Wichtige Begriffsbestimmungen (wie z.B. Steuern, Finanzbehörden, Wohnsitz, Betriebsstätte etc.)
  • Steuergeheimnis
  • Haftungsbeschränkung für Amtsträger
  • Steuerstraftaten
  • Steuerordnungswidrigkeiten
  • Vorschriften zur strafbefreiende Selbstanzeige
  • Verfahrensvorschriften für Verwaltungs- und gerichtliches Verfahren
  • Haftung und Verfahrensgrundsätze
  • die Ordnung des Abgabewesens
  • die Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis
  • die Organisation der Finanzverwaltung
  • die Durchführung des Besteuerungsverfahrens
  • das Steuerstrafverfahren.

Die Abgabenordnung ist am 01.01. 1977 an die Stelle der bis dahin geltenden Reichsabgabenordnung von 1919 getreten. Während in den jeweils einzelnen Steuergesetzen Regelungen festgelegt werden, ob und welche Steuern zu zahlen sind, bestimmt die Abgabenordnung, in welcher Weise dies zu geschehen hat (Durchführung der Steuererhebung). Die Abgabenordnung gilt für sämtliche Steuern (einschl. der Zölle und Abschöpfungen).

 
 
 
Partner von Rosenbrock & Streuber Steuerberatung Hildesheim